Gesundheitswissenschaften

Gesundheitswissenschaften sind ein interdisziplinär ausgerichteter Studiengang, der sich mit Ernährung, Fitness, Prävention und Gesundheitsmanagement beschäftigt. Im Studium werden biomedizinische wie auch psychosoziale Aspekte der Gesundheit betrachtet. Weiterhin bieten einige Hochschulen ähnliche Studienfächer an, die stärker ökonomisch ausgerichtet sind, z.B. Gesundheitsmanagement, Health Care Management und Gesundheitsökonomie.

Wie sieht die Arbeit aus?

Schlanke Frau studiert GesundheitswissenschaftenGesundheitswissenschaftler arbeiten unter anderem in Kliniken, Kranken- und Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften. Sie organisieren in Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen das Gesundheitsmanagement. Sie planen und evaluieren Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme, forschen zu gesundheitsrelevanten Fragestellungen an Universitäten oder anderen Forschungseinrichtungen und unterstützen die Gesundheitsarbeit im öffentlichen Dienst auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene. Darüber hinaus beraten sie Personen und Institutionen zu gesundheitsrelevanten Fragestellungen.

Der Werdegang

Das Bachelorstudium in Gesundheitswissenschaften setzt die allgemeine Hochschulreife oder einen vergleichbaren Hochschulzugang voraus. Es wird von verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen angeboten und führt in 6 bis 7 Semestern zum Abschluss. Ein Teilzeitstudium, das sich entsprechend verlängert, ist an viele Hochschulen auf Antrag möglich.

In der Anfangsphase des Studiums werden die Grundlagen aus den Basiswissenschaften vermittelt, und zwar Biowissenschaften, Sozialwissenschaften und Psychologie. Auch das Gesundheitssystem wird betrachtet und das wissenschaftliche Forschen und Arbeiten wird erlernt. Die Aufbau- und Wahlmodule sind an den Hochschulen unterschiedlich gestaltet. Daher ist es ratsam, sich bereits vor Studienbeginn über die an der jeweiligen Hochschule vorgesehenen Spezialisierungsmöglichkeiten zu informieren. Beispiele für Aufbaumodule sind empirische Gesundheitsforschung, Gesundheitspädagogik, medizinische Prävention und Rehabilitation sowie Global Health. Im 6. Semester wird normalerweise die Bachelorarbeit geschrieben.

Wer einen Abschluss als Bachelor of Science Gesundheitswissenschaften erlangt hat, kann entweder eine berufliche Tätigkeit oder ein Masterstudium beginnen. Als Master bestehen noch bessere Karrierechancen, z.B. in der Forschung und Lehre an einer Hochschule.

Finanzierung des Studiums

Die Studiengebühren bzw. Semesterbeiträge der Hochschulen betragen circa 200 bis 500 €. An einzelnen Hochschulen können die Beträge auch darüber hinausgehen. Dabei gibt es z.B. in Bayern spezielle Regelungen für berufsbegleitende Teilzeitstudiengänge, die teurer sein dürfen als andere Studiengänge.

Eine Möglichkeit der Studienfinanzierung ist das BAföG, das allen Studierenden zusteht, die einen Bedarf nachweisen können und voraussichtlich das Lernziel erreichen werden. Für besonders begabte Studierende lohnt es sich eventuell, sich bei einer Stiftung für ein Stipendium zu bewerben. Falls hohe Studiengebühren anfallen, kann auch die Aufnahme eines Kredites sinnvoll sein. Dies sollte man sich aber sorgfältig überlegen.

Gesundheitswissenschaftler können ein Gehalt von monatlich mindestens 2.000 Euro brutto im Monat erwarten. Das Einkommen hängt unter anderem von der Branche ab. Im Gastgewerbe ist es am niedrigsten, während in Banken und Versicherungen bis zu 4.500 Euro im Monat erreicht werden. In der Gesundheitsbranche verdienen Gesundheitswissenschaftler durchschnittlich 3.500 Euro brutto pro Monat.

Unterschiede zum Ernährungsberater

In den Gesundheitswissenschaften macht die Ernährung nur einen kleinen Bestandteil der Lerninhalte aus. Daher ist das Studium der Gesundheitswissenschaften nicht primär dazu geeignet, auf den Beruf des Ernährungsberaters vorzubereiten. Andererseits steht einem Gesundheitswissenschaftler jedoch eine große Auswahl an Tätigkeiten offen, von denen viele relativ gut bezahlt sind. Das Fernstudium zum Ernährungsberater kann diese Möglichkeiten nicht bieten, bereitet jedoch gezielt auf den Beruf des Ernährungsberaters vor und ist daher für Menschen geeignet, die sich sicher sind, dass sie diesen Beruf ergreifen wollen. Darüber hinaus wurde der Zertifikatslehrgang zum Ernährungsberater für Berufstätige konzipiert, die sich nebenberuflich weiterbilden wollen. Das Studium der Gesundheitswissenschaften kann demgegenüber nicht an allen Hochschulen uneingeschränkt in Teilzeit studiert werden und eignet sich daher vor allem für junge Menschen, die noch am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn stehen.

Fazit

Ein Studium der Gesundheitswissenschaften ist besonders für Menschen zu empfehlen, die sich für verschiedene Aspekte der Gesundheit interessieren, z.B. für die öffentliche Gesundheitsarbeit oder das Gesundheitsmanagement in Unternehmen. Gesundheitswissenschaftlern stehen nach ihrem Studium viele verschiedene Karrieremöglichkeiten offen. Ein Fernstudium zum Ernährungsberater kann unter Umständen eine sinnvolle Weiterbildung für Gesundheitswissenschaftler darstellen.

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