Gesundheitsberater

Omega 3 Kapseln vom Gesundheitsberater verschriebenGesundheitsberater informieren ihre Klienten über eine gesunde Lebensführung. Sie sind vor allem für gesunde Menschen präventiv tätig, beraten diese und erstellen individuelle Ernährungs- und Bewegungsstrategien. Die Ausbildung zum Gesundheitsberater dauert im Fernstudium je nach Anbieter 6 bis 24 Monate. Darüber hinaus werden auch Weiterbildungen mit Präsenzunterricht angeboten, die in Zusammenarbeit mit der IHK stattfinden.

 

Tätigkeit und Aufgaben

Gesundheitsberater können in verschiedenen Unternehmen und Institutionen arbeiten. Dort beraten sie ihre Kunden in Bezug auf Ernährung, Sport und allgemein zu einer gesunden Lebensführung. Sie gehen in Einzelgesprächen individuell auf ihre Klienten ein und schlagen ihnen Ernährungs- und Bewegungspläne vor, oder sie führen Kurse und Vorträge für verschiedene Zielgruppen durch. Sie informieren über Risikofaktoren und helfen ihren Klienten, gesund zu bleiben sowie Krankheiten vorzubeugen. Sie gehen unter anderem auf Ernährungsfehler, Bewegungsmangel, Stress und Umweltprobleme ein, die in der heutigen Zeit Gesundheitsgefahren darstellen. Sie wissen im Gesundheitssektor Bescheid und können ihre Kunden über Gesundheitsangebote beraten oder bei der Suche nach geeigneten Anlaufstellen unterstützen.

Arbeitsplätze für Gesundheitsberater gibt es z.B. in Kliniken, Arztpraxen, bei Beratungsstellen, Krankenversicherungen, in Behörden und Schulen. In Unternehmen können sie das Gesundheitsmanagement unterstützen. Dabei sind sie unter anderem für gesunde Arbeitsbedingungen sowie für die Organisation von Präventionsmaßnahmen zuständig.

Weiterbildung

Eine Weiterbildung zum Gesundheitsberater wird von verschiedenen Fernschulen angeboten. Dabei unterscheiden sich die Berufsbezeichnungen leicht voneinander, z.B. „Präventionsberater – Gesundheitsberater“ oder „Fitness- und Gesundheitstrainer“. Entsprechend unterschiedliche Schwerpunkte werden in der Ausbildung gesetzt. Da die Berufsbezeichnung Gesundheitsberater nicht gesetzlich geschützt ist, können die Fernschulen ihre Ausbildungen, einschließlich der Bezeichnung, nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Am Ende der Ausbildung erhalten die Absolventen einen institutsinternen Abschluss (Zertifikat).

Eine weitere Möglichkeit ist es, einen IHK-Abschluss zu erwerben. Verschiedene Anbieter organisieren diesen in Zusammenarbeit mit der IHK. Der Lehrgang wird mittels Präsenzunterricht an mehreren verlängerten Wochenenden durchgeführt.

Aufgrund der verschieden gestalteten Lehrgänge unterscheiden sich auch die Voraussetzungen, die zur Teilnahme erfüllt werden müssen. Manchmal wird ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet, doch nicht alle Fernschulen fordern diesen. Einige Anbieter wenden sich explizit an Personen ohne Vorkenntnisse, andere hingegen setzen voraus, dass die Schüler bereits in einem Beruf mit gesundheitlichem Schwerpunkt tätig sind und über eine medizinische, pädagogische oder journalistische Ausbildung verfügen. Bei weiteren Anbietern ist ein beruflicher Bezug zum Thema erwünscht, aber nicht Bedingung.

Häufig sind folgende Themen Bestandteil der Ausbildung:

  • Ernährung
  • Bewegung und Fitness
  • Stressmanagement
  • Psyche und Gesundheit
  • sowie Umweltschadstoffe

Manche Anbieter betonen den Fitness-Aspekt sehr stark, während andere vor allem auf Massagen und weitere Wellness-Behandlungen vorbereiten. Eine allgemeine Zusammenfassung der Inhalte ist aufgrund der großen Unterschiede nicht möglich.

Finanzierung und Gehalt

Je nach Anbieter betragen die Kosten circa 1.800 bis 2.500 Euro. Dabei zählen die Fernschulen zu den günstigeren Anbietern, die IHK-Weiterbildung liegt preislich am oberen Ende. Die Möglichkeiten zur Förderung hängen von den individuellen Voraussetzungen der Teilnehmer ab. So ist z.B. eine Förderung durch den Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder durch Maßnahmen der Bundesländer möglich.

Ein Gesundheitsberater verdient im Durchschnitt 2.600 Euro brutto im Monat. Das Gehalt ist abhängig von Faktoren wie dem Bundesland, der Berufserfahrung, der Position im Unternehmen, der Unternehmensgröße etc.

Vergleich zur Ernährungsberater Ausbildung

Das Berufsbild des Gesundheitsberaters hat ein weniger scharfes Profil als das des Ernährungsberaters. Gesundheitsberater lernen viele verschiedene Themen kennen, wobei Gesundheit unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit betrachtet wird. Ernährung ist dabei nur ein Thema von mehreren. Die Aus- bzw. Weiterbildung zum Gesundheitsberater setzt je nach Anbieter verschiedene Schwerpunkte. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Bezeichnungen der jeweiligen Zertifikate. So gibt es Anbieter, die unter anderem über Naturheilmittel informieren, und Anbieter, die sich vor allem mit Massagen und Wellness beschäftigen. Um sich ein genaueres Bild zu machen, ist es unumgänglich, dass sich Interessenten selbst über die einzelnen Angebote informieren, z.B. per Internet.

Für Personen, die bereits wissen, dass sie sich auf Ernährung spezialisieren wollen, erscheint ein Fernstudium zum Ernährungsberater gut geeignet. Für Ernährungsberater bestehen auch bessere Möglichkeiten, sich mit einem klar umrissenen Profil in einer eigenen Praxis selbstständig zu machen. Wer hingegen in einem Unternehmen mit Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen betraut ist bzw. in diesen Bereich hineinwill, für den ist die Vielseitigkeit der Ausbildung zum Gesundheitsberater ein Vorteil. Auch für Personen, die einen ganzheitlicheren Zugang zum Thema Gesundheit gewinnen möchten, wie Apotheker, Beschäftigte in Reformhäusern, (Sozial-)Pädagogen oder Journalisten, kann eine Weiterbildung zum Gesundheitsberater neue Möglichkeiten eröffnen.

Zusammenfassung

Als Weiterbildung für Personen, die beruflich im Bereich der Gesundheit und Prävention tätig sind, kann ein Lehrgang zum Gesundheitsberater eine sinnvolle Ergänzung zu ihrer bereits vorhandenen Qualifikation bilden. Dabei ist jedoch auf den Schwerpunkt des jeweiligen Anbieters zu achten, da nicht alle Lehrgänge für jeden Zweck geeignet sind. Für Quereinsteiger, die zuvor keinen Bezug zu Gesundheitsthemen hatten, bietet die Ausbildung zum Gesundheitsberater jedoch keine Garantie, dass der Einstieg in den Gesundheitsbereich tatsächlich gelingt.

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