Werden Sie Fitnesstrainer

Fitnesstrainer AusrüstungFitnesstrainer informieren ihre Kunden über die richtige Bewegungsausführung an Fitnessgeräten. Sie arbeiten typischerweise in Fitnessstudios, Sportvereinen, Hotels, Ferienklubs und Rehakliniken.
Die Berufsbezeichnung ist nicht gesetzlich geschützt, daher haben die Ausbildungsinstitute die Lehrgänge ihren eigenen Vorstellungen entsprechend gestaltet. Gesetzlich geregelt sind allerdings bestimmte Trainerlizenzen, die den Inhaber dazu berechtigen, die Kunden eigenständig beim Training zu unterstützen.

Was macht ein Fitnesstrainer?

Fitnesstrainer leiten Personen beim Training an und korrigieren diese bei falscher Übungsausführung, damit Verletzungen vermieden werden. Sie stellen die Geräte ein und helfen den Trainierenden bei der Bedienung. Sie führen Fitnesstests durch, um den Trainingsstand des jeweiligen Kunden herauszufinden und ihn individuell beraten zu können. Sie erstellen Trainingspläne und beraten bei der Zusammenstellung von Übungen. Sie leiten Kurse für Gruppen in verschiedenen Sportarten, z.B. Pilates, Yoga oder Nordic Walking. Als Personal Trainer erstellen sie ein individuell auf den einzelnen Kunden zugeschnittenes Trainingsprogramm und betreuen diesen intensiv beim Training.

So läuft die Ausbildung ab

Die Aus- oder Weiterbildung ist je nach Anbieter unterschiedlich gestaltet. Meist wird die Ausbildung berufsbegleitend absolviert. So gibt es z.B. Lehrgänge, die über mehrere Wochenenden verteilt stattfinden und so innerhalb weniger Monate zum Erwerb einer bestimmten Trainerlizenz führen. Eine etwa einjährige Trainerausbildung bei einer Fernschule umfasst gewöhnlich den Erwerb mehrerer Trainerlizenzen.

Die Fitnesstrainer-C-Lizenz bildet die unterste Stufe, die Inhaber dieser Lizenz gelten als Trainerassistenten. Die Fitnesstrainer-B-Lizenz ermöglicht das eigenverantwortliche Arbeiten und ist daher für Personen, die in Fitnessstudios für Kunden zur Verfügung stehen wollen, eine wichtige Voraussetzung. Die A-Lizenz umfasst umfangreiche Kenntnisse über die Arbeit mit Sportlern und befähigt zur Erstellung von Trainingsplänen für fortgeschrittene Trainierende. Außerdem werden die wichtigsten Krankheitsbilder des Bewegungsapparates vermittelt, sodass auch eine Tätigkeit im Präventions- und Reha-Bereich möglich ist. Für Personal Trainer gibt es eine weitere Lizenz. Wer ein Training in anderen Sportarten anbieten oder sich auf bestimmte Trainingsbereiche spezialisieren möchte, benötigt die entsprechenden Weiterbildungen, da die Fitnesstrainer-Lizenzen nicht auf jede Art von Training vorbereiten.

Manche Schulen empfehlen als Voraussetzung einen mittleren Bildungsabschluss, doch vorgeschrieben ist dies nicht. Allerdings benötigt ein Fitnesstrainer aus naheliegenden Gründen eine gute körperliche Kondition.

Zu den Lehrinhalten zählen Themen aus den Bereichen
➜ Trainingslehre
➜ Bewegungslehre
➜ Sportmedizin
➜ Sportpsychologie
➜ Ernährung
➜ Trainingstechniken
➜ und Organisation

Angehende Fitnesstrainer lernen die Trainingsmethodik im Kraft- und Ausdauerbereich sowie Dehnungsübungen kennen. Sie beschäftigen sich mit der Anatomie der Wirbelsäule sowie dem Herz-Kreislauf-System und dem Beseitigen von muskulären Dysbalancen. Sie lernen die Durchführung von Fitnesstests, das Erstellen von Trainingsplänen und sie erwerben grundlegende didaktische sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Die Kosten und das Gehalt

Je nach Lehrgang und angestrebter Trainerlizenz beträgt die Ausbildungsgebühr etwa 700 bis 1.700 Euro. Eine Förderung mit dem Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder anderen Förderprogrammen ist je nach persönlichen Voraussetzungen möglich. Das Einkommen eines Fitnesstrainers liegt je nach Arbeitszeiten (Teilzeit oder Vollzeit) zwischen 1.400 und 1.900 Euro brutto im Monat. Mit langjähriger Berufserfahrung sind bis zu 2.100 Euro Bruttogehalt möglich.

Wo liegt der Unterschied zur Ernährungsberatung ?

Verglichen mit den Aufgaben eines Ernährungsberaters, spielt Sport und Bewegung für den Fitnesstrainer eine viel größere Rolle. Entsprechend wichtig ist in diesem Beruf körperliche Fitness. Die Ernährung wird in der Ausbildung ebenfalls thematisiert, spielt jedoch eine untergeordnete Rolle. Ein Vorteil der Ausbildung zum Fitnesstrainer ist, dass dafür keine formalen Voraussetzungen, wie ein bestimmter Schulabschluss, zu erfüllen sind. Somit ist dieser Beruf auch für Quereinsteiger, die Spaß am Sport haben, gut geeignet. Dies ist beim Ernährungsberater etwas anders, da medizinische Vorkenntnisse und im besten Fall eine medizinische Ausbildung als Grundlage zu empfehlen ist.

Zusammenfassung

Fitnesstrainer ist der ideale Beruf für Quereinsteiger, die Freude an Sport und Bewegung haben. Körperliche Fitness wird allerdings vorausgesetzt. Die berufsbegleitende Ausbildung kann je nach Anbieter und angestrebter Trainerlizenz in wenigen Monaten oder innerhalb eines Jahres absolviert werden.

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