Berufsbild des Ayurvedaberaters

Ayurvedaberaterin beim StretchingAyurveda ist eine traditionelle Gesundheitslehre, die aus Südasien stammt. In Indien ist sie als Heilmethode seit langer Zeit anerkannt und wird auch wissenschaftlich unterrichtet. Im Westen wird Ayurveda hingegen überwiegend für Wellnessbehandlungen angewendet. In diesem Zusammenhang erfreut es sich immer größerer Beliebtheit.

Aufgabenfelder

Ayurvedaberater unterstützen ihre Klienten nach den Prinzipien des Ayurveda, das sich ganzheitlich mit Physiologie, Ernährung, Psyche, Gesundheit, Krankheit sowie Schönheitspflege beschäftigt. Die Bezeichnung Ayurvedaberater ist nicht gesetzlich geschützt. Aufgrund der Popularität des Ayurveda ist die Zahl der Anbieter und die Vielfalt der Lehrangebote groß. Eine ganzheitliche, umfassende Ausbildung zum Ayurvedaberater bieten jedoch nicht alle Schulen an. Im Zweifelsfall sind langjährig etablierte Fernakademien mit staatlicher Zulassung die bessere Wahl.

Ayurvedaberater können in Spa- und Wellness-Einrichtungen sowie in Rehakliniken oder Hotels arbeiten. Ebenso ist es möglich, eine eigene Praxis zu eröffnen. Sie betreuen ihre Klienten individuell oder halten Vorträge über gesundheitsfördernde Lebensgewohnheiten und Stressabbau.

Ausbildung

Die Fachausbildung zum Ayurvedaberater dauert rund 12 Monate bei circa 10 Stunden Arbeitsaufwand pro Woche. Sie ist bei den meisten Anbietern für zwölf Monate konzipiert, kann aber bei Bedarf verlängert werden. Bestimmte Voraussetzungen müssen an den meisten Fernschulen nicht erfüllt werden.

Das Fernstudium beginnt mit den Grundprinzipien des Ayurveda. Die wichtigsten historischen und philosophischen Grundlagen werden gelehrt. Anschließend werden die ayurvedische Anatomie und Psychologie vermittelt, z.B. Verdauung und Stoffwechsel. Weitere Themen sind die Bestimmung des Konstitutionstyps und die ayurvedische Lebensweise. Die ayurvedischen Ernährungsregeln und Empfehlungen entsprechend dem Konstitutionstyp, den Tages- und Jahreszeiten und den Lebensphasen werden ebenfalls unterrichtet. Wichtig sind auch Ansätze zur Krankheitsentstehung und die verbreitetsten Krankheitsbilder. Die ayurvedische Panchakarma-Kur und Entlastungskuren werden erlernt. Methoden der Schönheitspflege, wie Ölanwendungen und Massagetechniken, sowie Empfehlungen zur Gewichtsabnahmen sind ebenfalls Bestandteil des Ayurveda. Weiterhin werden psychische Aspekte thematisiert, einschließlich psychischer Störungen und deren Behandlung. In diesen Bereich gehören auch Maßnahmen der Stressbewältigung.

Im letzten Teil des Unterrichts erfolgt die konkrete Vorbereitung auf den Beruf des Ayurvedaberaters. Dabei werden Ernährungs- und Gesundheitsberatungen nach Ayurveda sowie die Begleitung von Erkrankungen gelehrt. Die Aufgaben eines Ayurvedaberaters werden noch einmal deutlich gemacht und es werden Empfehlungen für die Gestaltung von Gruppenangeboten gegeben. In einem Praxisseminar können die Teilnehmer das erlernte Wissen ausprobieren und im Anschluss daran findet eine schriftliche Prüfung statt, durch deren Bestehen der Teilnehmer ein Zertifikat erwirbt.

Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel. Hippokrates

Kosten und Verdienstmöglichkeiten

Die Ausbildung kostet rund 1.500 Euro, das heißt, circa 130 Euro im Monat. Ob Fördermöglichkeiten bestehen, wie z.B. durch den Bildungsgutschein der Arbeitsagentur, ist für jeden Bewerber individuell zu klären. Die Verdienstmöglichkeiten hängen vom Bundesland, Arbeitgeber und den Aufgaben des jeweiligen Beraters ab, ebenso wie von dessen übrigen Qualifikationen. Ein Bruttogehalt von monatlich 2.300 bis 3.200 Euro ist bei einer Tätigkeit in Vollzeit möglich.

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Unterschiede zum Ernährungsberater

Ebenso wie bei der Ausbildung zum Ernährungsberater handelt es sich bei dem Fernstudium zum Ayurvedaberater um einen Zertifikatslehrgang, der z.B. als Weiterbildung oder für Quereinsteiger genutzt werden kann. Die Weiterbildung ist vielseitiger und ganzheitlicher, Ernährung ist dort nur ein Aspekt von mehreren.

Außerdem wird Ayurveda im Westen häufig mit Wellness und Esoterik in Zusammenhang gebracht, da die Wirksamkeit dieser Lehre wissenschaftlich nicht bestätigt wurde. Wer seine Tätigkeit gern auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut und sich für gesunde Ernährung interessiert, für den ist die Ausbildung zum Ernährungsberater vermutlich besser geeignet. Für Menschen, die sich von der Philosophie des Ayurveda angesprochen fühlen und für das ganzheitliche Wohlbefinden ihrer Klienten sorgen möchten, ist die Ausbildung zum Ayurvedaberater möglicherweise genau das Richtige.

Für wen eignet sich der Lehrgang?

Der Zertifikatslehrgang zum Ayurvedaberater kann z.B. von Personen genutzt werden, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium im medizinischen oder sozialen Bereich absolviert haben und ihre Klienten ganzheitlich beraten möchten. Darüber hinaus eignet sich der Lehrgang für Quereinsteiger, die sich mit einer eigenen Praxis selbstständig machen wollen. Ayurvedaberater dürfen mit ihren Methoden jedoch keine Krankheiten behandeln, sondern sie können ihre Tätigkeit bei kranken Klienten höchstens begleitend ausüben. Die eigentliche Behandlung einer Krankheit ist den Medizinern vorbehalten.

Ayurvedaberater
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